fbpx
nach oben

Machtsensible Selbstorganisation: Sowohl sichtbare als auch unsichtbare Machtstrukturen transformieren

November, 2021
11/11, 14:00 - 11/11, 16:00

online

Es geht weiter mit unserer Veranstaltungsreihe „Eine Arbeitswelt, wie sie uns gefällt“! von Wigwam eGBSPWFlipped Job Market und Now.New.Next.

Am 11.November beschäftigen wir uns mit dem Thema:

Machtsensible Selbstorganisation: Sowohl sichtbare als auch unsichtbare Machtstrukturen transformieren.

Wir werden es wie immer in dieser Veranstaltungsreihe nicht bei der Theorie belassen und freuen uns auf gemeinsames Ausprobieren. Als Expert*in haben wir Aileen Puhlmann eingeladen, die sich im Rahmen ihrer Position als Leitung eines entwicklungspolitischen Vereins, aber auch nebenberuflich mit Machtstrukturen im globalen Kontext auseinandersetzt. Außerdem haben wir zwei Referent*innen aus Organisationen eingeladen, die sich bereits auf den Weg gemacht haben und bereit sind, ihre Erfahrungen zu teilen.

Bitte meldet euch hier verbindlich an, da die Plätze kostenfrei und begrenzt sind.

Selbstorganisation ist gefragt, Anti-Diskriminierung ist gefragt. Warum denken wir das nicht stärker zusammen? Wenn die Geschäftsführung nicht mehr alleine entscheidet, gibt sie Macht ab. So sprechen wir. Doch selbst wenn Hierarchien abgebaut werden und Organisationen in selbstorganisierte Formen der Zusammenarbeit übergehen, sind unsichtbare Machtstrukturen weiterhin aktiv. Oder sogar aktiver. Mächtig sind jene, die vom System bestätigt und oft auch beschützt werden. Hier spielen nicht nur formale Hierarchien eine Rolle, sondern vor allem andere Faktoren, die auch ineinandergreifen können: Geschlecht, Familienhintergrund, sexuelle Orientierung etc.

Wir möchten diese beiden Schichten der Auseinandersetzung mit Macht in unserer Prozessbegleitung zukünftig stärker zusammendenken, denn der Moment, in dem Organisationen sich mit sichtbaren Machtstrukturen (Hierarchien) auseinandersetzen, scheint doch der ideale Moment zu sein, um sich auch den unsichtbaren Machtstrukturen zu widmen!

Wir laden euch deshalb ein, diverse Beweggründe und konkrete Ansätze gemeinsam zu erforschen. Angesprochen sind sowohl jene, die gerade erst anfangen, sich mit dem Thema Selbstorganisation auseinanderzusetzen, aber auch jene, die darin als alte Hasen haken schlagen und sich nun auch dem Thema Antidiskriminierung zuwenden.

Als Referent*in haben wir Aileen Puhlmann eingeladen, die sich im Rahmen ihrer Position als Leitung eines entwicklungspolitischen Vereins, aber auch nebenberuflich mit Machtstrukturen im globalen Kontext auseinandersetzt. Auch in Deutschland ist sie in der Antirassismusarbeit aktiv. Außerdem haben zwei Referent*innen aus Organisationen eingeladen, die sich bereits auf den Weg gemacht haben und bereit sind, ihre Erfahrungen zu teilen: Lilli Landmann, CCO von Startnext, die mit uns als interne  Prozessbegleiterin einen eineinhalbjährigen ergebnisoffenen Veränderungsprozess in ihrer Organisationen gestaltet hat, sowie Andreas Korth, Vorstand der WerteWachstum eG, die wir ebenfalls seit vielen Jahren in vertrauensvoller Zusammenarbeit begleiten.

Wir möchten mit euch zusammen vor Ort erfahren, wie sich sowohl sichtbare als auch unsichtbare Machtstrukturen sichtbar machen lassen und gemeinsam strukturelle Maßnahmen teilen, entwickeln und ausprobieren, die auch unsichtbare Machtstrukturen transformieren können.

Über die Veranstaltungsreihe

Unter Schlagworten wie ‚New Work’, ‘Arbeit 4.0’, ‘Jobs mit Sinn’ oder ‚Holacracy‘ soll das Verständnis von Arbeit und Leben neu besetzt werden. Es geht um Digitalisierung und Agilität, Selbst- und Mitbestimmung, Flexibilität und faire Löhne oder auch um sinnhafte Arbeit und neue Wege zum passenden Job. 

Organisationen wollen mithalten und attraktive Arbeitgeber sein. Wir wollen mit Begeisterung zur Arbeit gehen können und möchten einen Sinn in dem erkennen, was wir tun. So weit, so verständlich: Wer möchte schon ein starres Unternehmen sein oder vor Stress schlecht gelaunt werden, auf ein Burnout zusteuern und sein Leben auf einer Karriereleiter fristen? Gleichzeitig beobachten wir, dass das Work-Life-Balance-Mantra im Ohr auch Druck ausübt. Bei Organisationen nach Wandel und bei uns fallen Glaubenssätze an, wie: „Sei fit und gelassen“, „Widme dich deinen Freunden und Hobbies“, „gestalte deinen Arbeitsplatz und beteilige dich“, „geh doch auch mal offline und sag Nein“, „sei erfolgreich, aber Geld ist nicht alles“, u.v.m.

Mit unserer Veranstaltungsreihe „Eine Arbeitswelt, wie sie uns gefällt?“ greifen wir diese Themen, Fragen und Ambivalenzen auf: Wo beginnt Selbstwirksamkeit und wo endet sie in Fremdbestimmung? Wann engagieren wir uns für Nachhaltigkeit und wann dienen wir der Wachstumsgesellschaft? Wo beginnt Freiheit, und wo die Prekarisierung? Wo fängt der Traum vom sinnvollen Arbeiten an, wo wacht man mit der ausstehenden Rechnung für die Miete in der Hand auf? Und wie können wir uns kollektiv organisieren, um Antworten auf diese Fragen zu finden?

Veranstalter dieser Reihe sind: Wigwam eGBSPWFlipped Job Market und Now.New.Next.

 

Hier geht’s zur verbindlichen Anmeldung!